Der Beitrag der Gemeinde Wiesenburg/Mark zur Internationalen Bauausstellung für Berlin und die Metropolregion (IBA 34-37) soll zeigen, dass unsere Brandenburger Kommunen weit mehr sind als Peripherie, Pendlerorte und Schlafstätten innerhalb der Metropolregion. Sie bieten Laborräume für Experimente, die in dicht besiedelten urbanen Zentren nur schwer umzusetzen wären. Gleichzeitig besteht dringender Handlungsbedarf, um Leerstand und Infrastrukturverfall entgegenzuwirken, die Daseinsvorsorge zu sichern und die sozial-ökologische Transformation aktiv zu gestalten.

IBA-Experimentierräume

Verschiedene Projekte in unserer Region zeigen bereits heute, welche Chancen in der Revitalisierung von Brachflächen und Leerständen liegen. Weitere Informationen durch Klicken in die Karte – hier in der Vollbildanzeige.

Thematische Schwerpunkte

+ Revitalisierung von Leerstand und Brachflächen

Alte Brauerei Wiesenburg | BrauNext: Arribas Perez & Dupuis-Beets (BTU-Cottbus)

Die ländlichen Räume und Städte Brandenburgs verfügen über ein großes, bislang oft ungenutztes Raumpotenzial. Historische Bausubstanz, ungenutzte Gemeinbedarfsflächen und industrielle Relikte aus DDR-Zeiten bieten vielfältige Möglichkeiten für Transformation und Nachnutzung, um beispielgebende Lösungen zu entwickeln. Graue Energie, die in Bestandsgebäuden gebunden ist, verstehen wir als wertvolle und schützenswerte Ressource.

+ Innovative und nachhaltige Bautechnologien

Drahtzieherpark Wiesenburg, Zukunftsbild 2045 | Reinventing Society & loomn (CC BY-NC-SA 4.0, Foto: Klaus Prinz-Rum)

Wir initiieren Leuchtturmprojekte, die zirkuläre Wertschöpfungsketten im Bauwesen aufzeigen und dabei gezielt die lokale Handwerks- und Baustoffbetriebe sowie innovative StartUps vor Ort einbinden. Die Wiederverwendung vorhandener Baustoffe soll ebenso erprobt werden wie neue zirkuläre Baustandards sowie additive Fertigung und serielle Bauweisen im regionalen Bauhütten-Prinzip.

+ Effiziente und beschleunigte Planungs- und Bauprozesse

Revitalisierung der ehemaligen DDR-Kampfgruppenschule im Ortsteil Schmerwitz (Foto vorher: Eva Loth, nachher: OpenAI)

In eigens definierten Experimentierfeldern für „Neues Planen und Bauen“ werden wir gemeinsam mit Partnern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung beispielhafte Modelle für schnelle, bezahlbare und unbürokratische Planungs- und Bauprozesse entwickeln. Die Projekte sollen zugleich gestalterisch anspruchsvoll, sozial wirksam und ökologisch tragfähig sein. Dabei verstehen wir uns als Umsetzungsstandort eines „Bau-Turbos“ für Brandenburg.

IBA-Formate

Sommerfestival auf dem Gelände der Alten Hölle (Bild: Alte Hölle e.V.)

+ IBA-Walk

Zwei IBA-Walks verbinden die Orte und Projekte der IBA in unserer Region miteinander.

+ IBA-Talk

Ein Podcast zu den Orten und Projekten der IBA ist online und auf den beiden IBA-Walks verfügbar.

+ IBA-Forum

Zivilgesellschaft, Wissenschaft, (Bau-)Wirtschaft und Politik tauschen sich regelmäßig im IBA-Forum aus.

+ IBA-Labor

In den IBA-Laboren werden neue Nutzungen mit der Öffentlichkeit vor Ort ausgetestet und diskutiert.

+ IBA-Bauhütte

Die IBA-Bauhütte wird im Drahtzieherpark eingerichtet. Bereits bestehende Betriebe zu Lehmbau und Strohballenhäusern kooperieren mit weiteren Handwerksbetrieben und StartUps, die zu innovativen Baumaterialien forschen. Dadurch ensteht ein regionales Cluster und eine serielle Produktion von Baumodulen.

Kooperation

Gemeinsam mit anderen Städten und Gemeinden der zweiten Reihe – dem „Goldenen Kreis“ – möchten wir zeigen welches Potenzial im Berliner Umland steckt und wie wir die IBA 34-37 aktiv mitgestalten können. Dazu haben die Bürgermeister von Wiesenburg/Mark, Rathenow, Premnitz, Milower Land und Lindow (Mark) eine gemeinsame Interessensbekundung unterzeichnet.

Kontakt

Matthias Braun

Regionalmanager in der Gemeinde Wiesenburg/Mark

braun.gemeinde@wiesenburgmark.de

+49 (0)33849/798-32